3D

Gravity (Alfonso Cuarón, 2013)

gravity4Gravity ist wohl der ultimative Katastrophen- und Langer-Weg-nach-Hause-Film. Dabei spricht er zwei meiner Ursehnsüchte und -ängste an. Ich kann mir kein erhabeneres, befreiteres, friedvolleres Gefühl vorstellen, als in Schwerelosigkeit vom Weltraum auf die Erde zu schauen, gleichzeitig aber auch keinen größeren, durchdringenderen Horror, als halt- und hilflos in die unendliche Dunkelheit desselben zu treiben. Wahrscheinlich werde ich kaum jemals näher an beide Gefühle herankommen als beim Miterleben von Ryan Stones ultimativem Trip. Ich hatte danach tatsächlich das Gefühl, um eine Erfahrung reicher zu sein, eine weite Reise hinter mir zu haben. Alleine dafür muss ich Alfonso Cuarón schon dankbar sein.

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31 Tage – 31 Filme: Tag 28

Tag 28 – Welchen Film sollte man unbedingt im Kino gesehen haben?

Eigentlich gibt es doch vor allem zwei Genres, die fürs Kino gemacht sind: Weltraumfilme und Western. Denn das sind Raumfilme, Filme, die Weite nutzen wie kein anderes Genre. Und Weite wirkt auf einer großen Fläche doch am besten. Deswegen muss ich hier natürlich wieder 2001: A Space Odyssey nennen, vor allem auch wegen diesem psychedelischen Lichttunnel gegen Ende, der im Kino sehr eindrucksvoll sein muss, und C'era una volta il West, der ja auch noch so wunderbar mit dem Kontrast von Totalen und Groß- oder Detailaufnahmen spielt.

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Frankenweenie (Tim Burton, 2012)

Frankenweenie4Frankenweenie ist alles, was ich mir von Tim Burton wünsche. Endlich hatte ich mal wieder dieses heimelige Gefühl, das seine frühen Filme bei mir auslösen, endlich hatte ich wieder den Eindruck, in seinem Kopf herumzuwandern. Das liegt aber vor allem daran, dass hier im Prinzip alle wichtigen Themen, Figuren, Orte zusammengetragen werden, die seine Filme prägten. So ist der Film ein bisschen wie ein Best-of, wodurch man als Burton-Kenner einen Riesenspaß hat, sich zu überlegen, an welches frühere Werk verschiedene Elemente erinnern: das Aussehen der Figuren generell natürlich an Corpse Bride, das Städtchen und die Thematik des geächteten Zum-Leben-Erweckten an Edward Scissorhands, ...

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Jahresrückblick 2012

ShameSnapNach den letzten Filmjahren, die ich eher als schwach empfand, blicke ich dieses Mal doch mit einem befriedigten Blick zurück. Nicht nur mein Wiedersehensprojekt bescherte mir wunderbare, denkwürdige Momente, sondern auch aktuelle Filme.

Am Anfang des Jahres war ich noch etwas filmfauler, zwischendrin hatte ich sogar eine richtige Kinoflaute (wobei da wirklich wenig lief, was mich interessierte), zum Ende hin habe ich dann aber noch mal richtig angezogen.

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Media Monday #16

1. Val Kilmer gefiel mir am besten in ... pfff, keine Ahnung, Heat soll ja sehr gut sein.

2. Jason Reitman hat mit Up in the Air seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich den schon ganz schön fand, Juno streckenweise für recht bemüht und ein bisschen kindisch hielt (ich mag allerdings das ewige Kind Ellen Page auch nicht besonders) und die anderen beiden Filme nicht kenne.

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The Avengers (Joss Whedon, 2012)

TheAvengersSnapDas soll nun also dieses Nonplusultra des Superheldenfilms sein? Aber doch nur für Leute, die sich leicht blenden lassen. Für nerdige Fanboys vielleicht, die es gerne bunt haben und vor jedem Realitätsbezug flüchten. Denn nur weil alles mehr ist, größer, überdimensionaler, wird es doch nicht besser als alles andere. Denn wenn man mal alles Bunte, all die (durchaus) spektakuläre Action weglässt, alle coolen, aber leeren Sprüche, dann bleibt doch absolut nichts, kein Gehalt, kein Realitätsbezug, keine Themen, nicht mal interessante Einzelcharaktere. Ich finde nämlich nicht, dass das Drehbuch hier jedem "Helden" gerecht wird.

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Cave of Forgotten Dreams (Die Höhle der vergessenen Träume – Werner Herzog, 2010)

CaveOfForgottenDreamsSnapCave of Forgotten Dreams ist der erste 3D-Film, bei dem ich aus voller Überzeugung sagen würde, dass er in 2D weniger gut gewesen wäre, dass er 3D braucht, um zu wirken. Mit absoluter Unmittelbarkeit werden so die Fels- und Tropfsteinformationen und 32000 Jahre alten und damit ältesten bisher gefundenen Höhlenmalereien beinahe greifbar und der Film vermag nur so richtiggehend spürbar in eine fremde Welt und andere Zeit zu entführen. Da brauchte ich erst mal kurz, um danach in die Realität zurückzufinden, in der ich mich plötzlich ganz klein fühlte angesichts der ungeheuren, unüberwindbaren Macht der Zeit, die alles irgendwann als Schutt und Asche zurücklässt. Welche Spuren werden von mir, von uns in 30000 Jahren übrig sein? Meist (!) sehr subtil stellt Werner Herzog hier anthropologische Fragen über das, was den Menschen ausmacht, ...

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