Miniserie

North and South (Elizabeth Gaskell, 1855) und North & South (Sandy Welch, 2004)

NorthandSouth13Es ist so lange her, dass ich mir gar nicht erinnern kann, wann mich zuletzt ein Buch sowohl rational als auch emotional so sehr in seinen Bann zog wie Elizabeth Gaskells North and South. Ich MUSS euch davon erzählen!

Es vereint den sozialkritischen Sprengstoff Charles Dickens' und die einnehmende, komplizierte Romantik Jane Austens, aber wahrhaftiger und tiefer. Es ist eine traurige, wütende, sozialkritische, wenn nicht gar sozialistische Liebesgeschichte, ein Culture-Clash-Drama, in dem wie üblich gegenseitige Annäherung die Lösung darstellt, doch prallen hier nicht nur Lebensgewohnheiten aufeinander, sondern moralische Einstellungen, ökonomische Paradigmen und sogar Zeitalter. Und bis zum Ende gelang es dem Roman, mich mit seiner Radikalität der Ideen zu überraschen.

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Sonstige Filme im Februar und eine Serie

WhatMaisieKnewSnap6

  • Pozitia copilului (Mutter & Sohn - Calin Peter Netzer, 2013)
  • What Maisie Knew (Das Glück der großen Dinge - Scott McGehee / David Siegel, 2012)
  • Welcome to the Punch (Enemies - Welcome to the Punch - Eran Creevy, 2013)
  • Vous n'avez encore rien vu (Ihr werdet euch noch wundern - Alain Resnais, 2012)
  • Glomdalsbruden (Die Braut von Daalenhof - Carl Theodor Dreyer, 1926)
  • American Hustle (David O. Russell, 2013)
  • Blue Jasmine (Woody Allen, 2013)
  • Le Passé (Le Passé - Das Vergangene - Asghar Farhadi, 2013)
  • Barry Lyndon (Stanley Kubrick, 1975)
  • Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil - Andrew Davies, 1995)

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Jekyll (Steven Moffat, 2007)

JekyllSnapIch wusste wenig über Jekyll, bevor ich es sah, erwartete dem Cover nach aber eine Psycho-Horror-Serie. Bekommen habe ich dann allerdings etwas wie einen Wissenschaftsthriller voller Verschwörungstheorien. Es ist eine Art Jetztzeit-Fortsetzung der bekannten Erzählung über den persönlichkeitsgespaltenen Dr. Jekyll, der hier allerdings tatsächlich gelebt hat, und stellt einen Nachfahren, Dr. Jackman, der mit einem ebenso aggressiven, unkotrollierbaren Zweit-Ich zu kämpfen hat, in den Mittelpunkt. Beim Platzieren der Geschichten klassischer Stoffe in unsere Zeit können wunderbare Werke entstehen, die unter anderem die Universalität der Themen betonen, aber auch die Eigenheiten der Epochen. Ein gutes Beispiel ist die (von Jekyll-Autor Steven Moffat mitgeschriebene) Sherlock-Serie. Bei Jekyll schoss Moffat allerdings übers Ziel hinaus.

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Monatsrückblick 04/2013

TheSecretofKellsSnap2Wenige Filme gesehen, wenig gebloggt, und auch dieser Monatsrückblick fällt sehr einfallslos aus. Keine Ahnung, was los war. Jedenfalls bin ich in Hitchcocks amerikanischen Jahren angelangt (langsam wird es aber schwer, manche Themen kann ich einfach nicht mehr sehen) und habe mit The Secret of Kells, Oslo, 31. august und der ersten Staffel von The Wire drei definitive Jahreshighlights gesehen.

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Monatsrückblick 01/2013

Inthemoodforlovesnap2Es tut mir leid, dass ich so wenig gebloggt habe im Januar. Ich habe eine Weile gebraucht, um in dieses Jahr generell und auch ins Filmjahr reinzufinden. Aber jetzt habe ich mich wieder eingerichtet und es läuft wie am Schnürchen. Mit den Greenaway- und Hitchcock-Werkschauen habe ich auch schon begonnen.

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Serielles Sehen

Carnivalebanner2Es ist schon erstaunlich, wie sehr die Fernsehserie als Kunstform erst in den letzten Jahren richtig aufgeblüht ist. Es ist zwar noch nicht ganz meine Materie, doch mir scheint, dass es früher nicht so viele Hypes um und auch Erwartungen an neue Serienformate gab, vor allem amerikanischer Produktion (für die deutsche Serie hat wohl keiner mehr Hoffnungen).

Ich hinke dem Hype sogar ausnahmsweise etwas hinterher und habe erst vor Kurzem gelernt, Serien ernstzunehmen und mich darauf einzulassen (als endgültig entscheidendes Jahr würde ich 2010 nennen). Klar saß ich als Teenager auch regelmäßig zum Serientermin vor der Glotze (z.B. für Verbotene Liebe, Gegen den Wind, Großstadtrevier), ...

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